Mittwoch, 8. September 2010
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Akut - Deutsches Forum für Notfallmedizin & Rettung 2008 PDF Drucken E-Mail
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Samstag, 6. September 2008

Die Premiere der Akut vom 29. bis 30. 08. 2008 in Bremen war ein Auftakt nach Maß. Bis zu zehn  Referate und Workshops fanden zeitgleich in den Räumen des Congress - Centrum (CCB) statt. 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer  aus dem ganzen Bundesgebiet folgten der Einladung nach Bremen. 150 Referenten, die auch aus dem benachbarten Ausland kamen, hielten Referate aus den Bereichen Berufspolitik, Notfallmedizin, Einsatztaktik und Feuerwehr / Katastrophenschutz. Somit war die Entscheidung dass Norddeutsche Notfallsymposium zu Gunsten eines überregionalen Fachkongress um zu strukturieren richtig.  Die ersten Themenblöcke fanden bereits vor der offiziellen Eröffnung durch Prof. Dr. Peter Tonner (Klinikum Links der Weser, Bremen), Schirmherr Ulrich Mäurer (Innensenator Bremen), Dr. Marzi (BBK Berlin) und Karl Heinz Knorr (Leitender Branddirektor Bremen) statt.  Grüße gab es ebenfalls vom zweiten Schirmherrn der Veranstaltung, Bundesinnenminister Dr. Wolfgang  Schäuble, der allerdings nicht anwesend war. prof tonner.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Akut sollte nicht nur ein Notfallsymposium für Notärzte und Rettungsdienstpersonal sein. Vielmehr ging es auch um die Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzdiensten. So gab es dann auch zum Teil die Gelegenheit theoretisches aus den Referaten auch praktisch zu trainieren. Workshops fanden u. a. in den Räumen des CCB, auf dem Freigelände auf der "Bürgerweide" und in der Messehalle 4 statt. Hier fand auch die Gewerbeschau statt.  Ebenfalls war hier das Simulatortraining des ADAC, Christoph Sim, aufgebaut.

Auf Grund der vielen Vorträge, kann hier nur über eine kleine Auswahl kurz berichtet werden:

Der leitende Branddirektor der Feuerwehr Bremen, Karl Heinz Knorr, berichtete in seinem Referat über die Problematik beim Transport von übergewichtigen Patienten. Was anfangs nur mit viel Improvisation und für die Patienten mit unwürdigen Verhältnissen begann, dafür steht heute die so genannte Rettungszelle, ein Niederfluhr - Wechselladefahrzeug. Eingesetzt wird es auch im Umland von Bremen und Bremerhaven. Dieses Spezialfahrzeug war auch auf dem Freigelände zu besichtigen.

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Zu den sicherlich nicht alltäglichen Verletzungsmustern im deutschen Rettungsdienst gehören die Schussverletzungen.  Über diese und die Thematik des gewaltbereiten Täters berichteten die Bundeswehrärzte Dr. Kollig, Dr. Hölldobler und Dr. Schmidbauer. In einer Zeit, wo man sich auch in Deutschland wieder der Gefahr des Terrorismus bewußt wird, sind auch die Verletzungen der Soldaten im Afghanistan - Einsatz für die Medizin hier von Bedeutung. "Es gibt bei der Schussverletzung keine "Golden hour" sondern nur eine "Platinum minute", so Dr. Kollig.

Der Themenblock wurde mit dem Thema "Das Rettungsteam als Zielscheibe - Einsatztaktik bei Amoklagen" von dem Polizeibeamten  Jörg Meier (Hochschule für öffentliche Verwaltung Bremen), abgeschlossen.

 

Zu den Dauerbrennern in der Berufspolitik gehören u.a.  der aktuelle Stand bei der Novellierung des Rettungsassistentengesetz, die Regelkompetenz für Rettungsassistenten, Schnittstellenproblematiken, aber auch Lohndumping (Prof. Dr. Klaus Runggaldier, MHD), Ausschreibungen (Prof. Dr. Lechleuthner), Liegetaxen (Ingo Lender, Promedica) und Budgetierung    (Martin Kluve, ASB). Das zuletzt genannte Referat erntete vor allem von im Auditorium anwesenden Vertretern der Krankenkassen harsche Kritik. (Anmerkung des Verfassers: Eine Verallgemeinerung des Referenten, wie sie von den Kassenvertretern vorgeworfen wurde, war nicht erkennbar.)

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Auf dem Freigelände waren neben einer Fahrzeugschau auch die Rettungshubschrauber Christoph 6 (ADAC Bremen), Christoph Weser (DRF Bremen) und SAR 31 (Diepholz)  zu sehen. Die niedersächsische Landesfeuerwehrschule Celle und Loy  hatten den Brandübungscontainer vor Ort. Vorführungen der Rettungshundestaffel Weser - Ems, des THW und der Feuerwehr Bremen rundeten das Programm auch für Laienbesucher ab. Der Besuch auf dem Freigelände war kostenfrei.

 

Am Freitagabend fand im CCB eine Blaulichtparty statt. Gegen Vorlage der Kongresskarte hatten die Besucher freien Eintritt.

 

Ein Bericht von Radio Bremen Fernsehen gibt es hier:

http://www.radiobremen.de/tv/buten-un-binnen/index.php3?d=29&m=08&j=08&x=11&y=8

 

Weitere Bilder:

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Text & Bilder: Frank Lindenthal

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